Timo Wahl YOGA-PODCAST
Timo Wahl YOGA-PODCAST
#41 Wut muss nicht wüten - Vom Umgang mit unserem Ärger
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Hast Du Fragen oder Anregungen..?
Wut trifft uns oft nicht „plötzlich“ sie baut sich auf, wenn Grenzen übergangen werden, Bedürfnisse unerfüllt bleiben oder wir zu lange so tun, als wäre alles okay. Wir nehmen dich mit in einen ehrlichen Blick auf den Umgang mit Wut: warum sie als Emotion nicht falsch ist, wie sie sich körperlich zeigt (Atem, Bauch, Hals, Spannung) und weshalb Unterdrückung laut Ayurveda und moderner Psychologie so teuer werden kann. Gleichzeitig sprechen wir klar darüber, dass Wut kein Freifahrtschein ist, andere zu verletzen und dass Ahimsa auch in Konflikten gilt.
Wir verbinden Yoga und Achtsamkeit mit sehr alltagstauglichen Strategien zur Selbstregulation: aus der Situation rausgehen, den Atem verlängern, den Körper scannen, Gedankenketten stoppen und die Ladung über Bewegung abbauen. Ein wichtiger Teil ist Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, weil hinter Wut fast immer etwas Verständliches steckt: der Wunsch nach Respekt, Ruhe, Nähe, Sicherheit oder Gerechtigkeit. Wenn wir lernen, diese Bedürfnisse auszusprechen statt zu explodieren, werden Gespräche wieder möglich und Beziehungen stabiler.
Besonders spannend wird es dort, wo Wut nach innen kippt: Perfektionismus, Selbstoptimierung und ein innerer Ton, den wir bei anderen nie benutzen würden. Wir sprechen auch darüber, wie Social Media und ständiger Vergleich diesen Druck verstärken können und warum es so entlastend ist, Streitbarkeit wieder zu üben: fair widersprechen, Unterschiede aushalten, ohne zu eskalieren. Wenn dir das Thema bekannt vorkommt, hör rein, teile die Folge mit jemandem, der davon profitieren könnte, und abonniere den Podcast. Welche Situation bringt dich am schnellsten auf 180?
Willkommen Und Warum Wut Wichtig Ist
TimoDann würde ich sagen, liebe Katharina, für meinen Podcast wieder herzlich willkommen. Das ist wirklich schon, wir haben schon die Standleitung langsam hier zwei.
KatherinaStimmt. Lieber Timo, auch danke. Herzlich willkommen in meinem Podcast. Wir freuen uns sehr, dass ihr wieder reinhört. Dass du wieder reinhörst.
TimoUnd wir haben, ich weiß gar nicht, hattest du das Thema, hattete ich das Thema, hatten wir es beide ersonnen. Wir haben ein spannendes Thema für heute, ne? Magst du das mal verraten?
KatherinaJa, und zwar geht es um Wut, um guten Umgang mit Wut.
TimoAlso für alle, die jetzt abschalten wollen, schnell ausmachen. Sofort.
KatherinaJa, weil wir finden, dass das ist so sehr beleuchtenswert oder so ein bisschen nochmal spannend, wirklich von unterschiedlichen Perspektiven da drauf zu gucken. Und natürlich aus auch der Yoga-Perspektive, weil das nicht so einfach ist mit der Wut, oder Timo?
unknownNein.
TimoIch habe gerade eingangs gesagt. Wir wollten den Podcast eigentlich gestern machen und ich hatte gestern Jour fix und ich war danach fix und fertig. Sozusagen. Mir liegen so Ab mit Sachen nicht besonders. Und ich habe danach zu dir gesagt, heute habe ich einen super guten Zugang zum Thema Wut, aber eher, weil ich sie wirklich fühle. Aber ich finde, das ist eigentlich ein schöner Einstieg ins Thema. Du sagst ja, wir wollen einen guten Zugang zum Thema Wut oder einen guten Zugang zu unserer Wut. Warum sagst du das denn so? Weil ich könnte mir vorstellen, die meisten, die uns gerade zuhören, vielleicht nicht die meisten, aber doch einige denken, Wut will ich ja eigentlich lieber nicht an Bord haben.
KatherinaJa, genau. Also das ist so ganz vielschichtig, ne? Auf der einen Seite, klar, wenn man das tatsächlich schafft, durch ein gutes Mindset eine gute Bewusstheit weniger in Wut zu kommen, ist natürlich wunderbar. Das ist so ein Aspekt, wenn man vielleicht so dieses Denken von ich bin richtig, der andere ist falsch, irgendwie so ein bisschen schafft, kleiner zu machen in sich oder bewusster. Und gleichzeitig aber finde ich das so ganz, ganz wichtig, wenn die Wut
Unterdrückung Versus Gesunder Ausdruck
Katherinada ist, dass wir wissen, wie wir damit umgehen können. Also im Sinne eines Zulassens und nicht Unterdrückens, aber auch, das hast du das letzte Mal auch gleich so gesagt, natürlich hochgradig auch so, dass wir, dass wir wirklich auch keinen anderen Menschen schaden damit, also wirklich Ahimsa auch berücksichtigen, also kein blindes Ausagieren, aber gleichzeitig ist Unterdrückung von Wut auch aus Ayurveda-Sicht eine der Hauptkrankheitsursachen oder Unterdrückung von Emotionen. Das heißt, wenn sie da ist, sollten wir tatsächlich idealerweise Strategien haben, mit ihr was zu tun, damit sie sich bewegen und verändern kann oder einfach wieder ausagiert wird in der Weise wie beziehungserhaltend vielleicht. Und ohne dass wir uns selber damit schaden.
TimoJa, meinen Mut kann man ja nach außen richten, kann man auch nach innen richten. Wäre vielleicht ein schöner Aspekt, mal später zu gucken, was auch eher so Tendenzen sind. Aber du hast eben was ganz Tolles gesagt, finde ich, aus dem Ayurveda. Ich glaube, dass es sich westliche Psychologie mittlerweile genauso sieht, dass das Unterdrücken von Emotionen einfach keine gesunde Sache ist. Und zwar auf keiner Ebene. Sowohl körperlich als auch, ich mag mal sagen, körperchemisch von der Körperchemie, ist das keine gute Sache. Wir sitzen dann auf all unseren Hormonen und Neuronentransmittern, die spielen uns ihr Spiel und wir unterdrücken halt, das heißt, dass die immer noch aktiv sind. But für mich wäre es immer die Frage, also ich habe zwei Fragen immer when ich mit dem Thema Wut agir. Einmal ist es die Frage: the thing is ja verknüpft mit dem Thema Wuten. Also wirklich so ein Feld der Verwustering hinter sich zu lassen, egal on what. The frame for me is that I think that would not be for all wood. Also, andersrum ausgedrücks, the Wurzel of Wut is for us and sinhaftes. But the frame is up when we have Wut? We have that we have this ströming all acceptieren. And when we bei uns have this to do, what you said hastened, name siege zu unterdrücken, that is then so ein Grad erreicht, der eigentlich nicht mehr gesund ist. And then nennen es, glaube ich, die meisten Wut. Deshalb würde ich gerne mal gucken, was würdest du sagen, wo kommt ein Wut her? Hast du ein anderes Wort dafür vielleicht für dich? Also ich habe jetzt keins, das impliziert es nicht. Aber Wut hat ja eine Ursache. Und die Ursache ist, glaube ich, nicht gleich dem, was wir mit der Wut im Exzess und im Extremfall gleich setzen.
KatherinaJa, meinst du das? Also für mich ist es auch eine ganz starke Aktivierungsenergie, so ein ins Handeln kommen und wirklich vielleicht auch erstmal bewusst werden, dass gerade irgendwas mich sozusagen so antrigert, weil es mir so gegen meine Werte geht und ich das eigentlich gerne anders haben möchte. Und ich verstehe total, was du sagst, mit diesen unterschiedlichen Stufen. Weil ich habe gestern nämlich in der Vorbereitung, weil ich habe Montag über meine Mittagspausenlaufrunde, die ist mir ganz heilig, also
Wut Als Handlungsenergie
Katherinameine Joggingrunde. Und ich habe gedacht, super, dann meditiere ich jetzt hier mal über Wut und habe mir, ich weiß nicht, ob du und ihr das kennt. Ich habe Limbiskit, das kenne ich aus meiner Teenager-Zeit. Da habe ich das immer sehr gebraucht. Ich habe viel über Musik, glaube ich, mit Wut gearbeitet.
TimoWas ist denn Limbiskit?
KatherinaDas ist schon wirklich so ein bisschen so ein Geschrammel, ich weiß gar nicht, wie man das heutzutage benennt.
TimoCrash Metal.
KatherinaNee, es ist nicht, ist mehr so, glaube ich, diese ganzen Crunch-Geschichten. Da kommt es vielleicht irgendwann mal hin.
TimoIst das eine Band, oder was?
KatherinaIst eine Band? Ich habe gestern, ich habe das viele Jahre nicht gehört, ich habe mir das gestern auf die Ohren beim Laufen und hab gedacht, ich bring mich mal, ich bin ja so ein Erfahrungsfühlmensch und habe gedacht, ich bringe mich jetzt mal genau da mal wieder hin. Also ja, war ganz witzig und ich habe so gemerkt, wie facettenreich das ist, wie du sagst, ne? Also bis es dann bei einer Wut rauskommt, also ich musste es dann auch ausmachen, ich hatte gestern keine Wut, das war dann echt zu doll für mein Gefühl, für mein Bewinden. Aber ich fand das ganz schön, weil das, also ich finde das ganz wichtig, wir haben ja alle mehr oder weniger stark, glaube ich, diese Persönlichkeitsanteile, die für Dinge auch einstehen oder in eine Handlung kommen wollen, um Dinge zu verändern. Und ich glaube, ich hatte dann einfach ein riesenbreites Grinsen auf dem Gesicht, weil ich mich so gefreut habe und mich so lebendig gefühlt habe in diesen Stufen vor, also in diesen, ja, vielen großen Energie, die, glaube ich, einfach freigesetzt wird, auch durch so eine Wut. Oder auch wenn wir uns, also ich finde, über Musik können wir uns ja viel in bestimmte Emotionen reinbringen. Das fand ich gestern eine ganz spannende Selbsterforschung. Also, wie facettenreich das wirklich auch sein kann, ne?
TimoDu hast ja eben gesagt, dass Wut irgendwie was Antreibendes ist, ne? Weil ich, meine Ausgangsfrage war ja, was ist ein Wut überhaupt? Und du hast ja gesagt, das ist etwas, was uns in die Handlung bringt. Und du hast von Werten gesprochen. Und wir haben ja alle, wenn wir uns Emotionen angucken, es gibt ja, es gab mal so eine schöne von Dirk Eilert, der hat ein Institut in Berlin, der arbeitet ganz für Emotionsforschung. Und der hat mal eine ganz tolle Aufstellung gemacht, wenn die Emotionen einer Fußballmannschaft wären, ja, wo stünden die? Und dann gibt es halt eher Emotionen, die stehen im Sturm, dann gibt es welche diesen Mittelfelten eher ein paar Verteidigung. Mir ist gerade das Wort nicht eingefallen, weil ich nicht aus dem Fußball komme. Und die haben ja fünf Primäremotionen, und da gehört die Wut dazu. Und die Wut ist eigentlich Wut and Freude, die sind sich darin sehr ähnlich. They are unglaublich. And when I Wut übersetzen müsste, was ich jetzt auch nicht wirklich, I have kept dafür, but we spray from Werten. And when we have unserence, Klammer to merken that we have a bed. Äußert sich eigentlich this bedürfnis. And when we in a situation not really for this bedroom, where we have the other or the situation over this bed, and this is untrained and by a theme, so empires from the ace, almost by us here, then comes this in the corner to bed. When this bedurfess, the damage emotion, which this bed somatic is greater. And the more we underdriven, so we are this. And this is the right. And when we stay there, when we are drinking, then it's really so great that it is a form, in a intensity, that we can blind for arguments, where we then not so rational, where we have wood, or we begin to know. And that is the first break. When we walk, what the point of the display was, we have a good thing to vote to know. While Wood is per se nothing. In fact, it is not an information that I have for me, or on my beteilights are it is and mark for me. And this is in sinful sense of what positive. And she was unverhältnismäßig, so that unserputation, was we wollen, was wir uns in anderen wünschen, wie wir sprechen, wie wir handeln, dann halt nicht mehr situativ angemessen ist, sondern vollkommen überzogen. And deshalb hat sie ja auch einen schlechten Ruf. Weil wenn ich, keine Ahnung, eine Stunde lang meinen Wunsch unterdrücke and nicht nach einer Stunde anpampe, dann ist es natürlich nicht adäquat. Und dann findest du meine Wut natürlich ziemlich unangebracht.
KatherinaJa, und wahrscheinlich auch gar nicht selten, das auch überraschend, ne? Das kommt dann manchmal so überraschend raus und man denkt sich, was ist jetzt hier gerade passiert? Es wurde eine Stunde schon zurückgehalten. Ja, finde ich ganz, also ja, wunderschön, was du sagst. Und auch, also ich finde vor allem auch, da wir ja ein Yoga-Podcast sind, beide sozusagen in einem Yoga-Podcast sind, dass vor allem auch die Kombination, also so würde ich das auch mal,
Yogakultur Und Das Wut-Tabu
Katherinaalso so würde ich es auf jeden Fall einschätzen, dass das wirklich auch unter Yoga-Lehrern und Yoga-Lehrerinnen, so kenne ich das auch aus meiner Anfangszeit noch, ist das nochmal so ein bisschen fast gedoppelt. Auf der einen Seite als Frau willst du sozusagen, hast du gelernt, Wut ist irgendwie jetzt nicht unbedingt so beliebt im Umfeld oder als Frau wütend zu sein oder wie auch immer, macht man nicht oder Wut ist schlecht und so weiter, alle möglichen Überzeugungen. Und gleichzeitig auch der Yoga-Kontext gibt es in einem, also für mich immer gefühlt sehr falschen Verständnis auch oft vor. Also ich glaube, das ist sehr falsch verstanden, passiert ja auch schon viel, aber so ist nicht ohne, wenn man dann noch Yoga-Lehrerin ist und mit Wut nicht umgehen kann, weil man es nicht gelernt hat, wird es nicht unbedingt leichter am Anfang mit Yoga.
TimoMeinst du, dass man sich als Yoga-Lehrerin eher zurückhält?
KatherinaJa, sehr. Also auch so dieses Jahr weil auch da irgendwie dieses falsche Verstehen so ein bisschen präsent ist von man kann nicht, also als Yoga-Lehrerin wütend zu sein, wäre komisch, weil man darf sozusagen als Yoga-Lehrerin ja gar nicht wütend sein.
TimoDas ist, glaube ich, schon auch was, was sich noch hält, ne?
KatherinaAls Klischee.
TimoDas wäre auch eine schöne Idee, jetzt genau an der Stelle es mal rumzudrehen. Also ich habe ganz häufig eine ähnliche Beobachtung oder glaube ich zu machen, dass man so gerade am Anfang als Schüler, Schülerin oder Lehrer-Lehrerin so die Idee hat, so ab jetzt, jetzt bin ich Yogi, jetzt ärgere ich mich nicht mehr. Das funktioniert ja nicht. Der Ärger ist ja, der ist ja einfach immer mal wieder da, ist ja normal, weil das Leben oder auch wir halt nie so linear berechenbar ist und in den Bahnen verläuft, die wir alle gerade brauchen, sondern halt einfach so eine eigene Dynamic hat. Und auch wir, wir sind ja nicht consistent, auch wenn wir das gerne wären. Du stehst morgens mit dem linken Fuß auf, geht dir halt mal nicht so gut. And I think the erste Miss Verständnis is that we this ströming not have drifted. I think the game, when we this ströming, and so free, with it, we nennt it achtsamate. Also, that's the same angebra, ausnahme. Then we can we have the wood in your entsteh spur. And then we have a good one to them, what they from us will, ohne that's so overboard. And I think when we this mal reframen, then nennt sich this heute Selbstversorger. So jemand that has a good zugang to the eighteen bedurfness has and for this and their filling, oh just nurse to sorry and plötzlich of the eighteen contour. They had either a good zugang to the thing. Also zum Thema Wood, whatever she then bedurfnesses so free can, that many cancer. And then it's not a wertshät in the communication in the world. When we have muster, with ah, it does not be, then it's not blöd. It's like I think we must really a bit, also jeder for sich, jeder for you, to understand that vood is a sinful personal structure is an emotion, which is to overboard. The Buddhism has a share. Can you, Katharina, the 20? Can you? Also, I understood the stamps from Wut. And then comes one day the error, zwangsläufig. I've been a little bit or a week, and then I come to me with the error. And it is a good idea, these things that under the house sit, but either to guess that they are killing. Akzeptanz, so kleiner Randnotiz for all the people who with the word Akzeptanz immer so ein bisschen straucheln, weil ich strauchel damit ganz häufig in der Yoga-Szene, weil das so überstrapaziert wird. Akzeptanz würde nämlich in dem Moment bedeuten, die Anwesenheit des Ärgers, dass er gar nicht in Wut überschlägt oder umschlägt, anzuerkennen und die Frage zu stellen, was will ich denn? Was sagt mir das? Und wenn diese Form von Akzeptanz ist, die dann nicht akzeptiert, dass ich wüte und aus mir Haut fahre, der ist dann äußerst produktiv.
KatherinaJa, ja, total. Also das finde ich sowieso schön auch, also was du gesagt hast, man kommt ja da sehr auch an der gewaltfreien Kommunikation vorbei, wirklich auch zu schauen, wenn die Wut da ist und eben in den Anfängen da ist, da schon mal wirklich bewusst zu gucken, was zeigt, was zeigt mir das gerade super Wertvolles an, was an Bedürfnissen nicht erfüllt ist, in welchem, also je nach Situation, welche Richtung dann auch immer. Und damit dann zu arbeiten und das ist, das ist gleichzeitig eigentlich wirklich ein riesiges Geschenk auch, wieder bei sich selber, mit sich selber gut zu sein und sich weiterzuentwickeln. Und Dinge auch zu verändern, die eben für einen selber nicht passen.
TimoIch muss da mal reinkretchen, weil du gerade was super Wichtiges gesagt hast. In der gewaltfreien Kommunikation, du meinst Marshall Rosenberg, ne? Klassisch.
SPEAKER_01Ja, genau, klassisch, ja.
TimoEs ist ja, ich glaube, dass die Communication ganz häufig total unterschätzt wird. Aber was die GfK macht, also ich erinnere daran, wer das jetzt nicht kennt, Marshall Rosenberg hat sich lange, der Gründer der gewaltfreien Kommunikation, mit Sprache beschäftigt und hat halt gemerkt, dass Sprache natürlich widerspiegelt,
Bedürfnisse Und Gewaltfreie Kommunikation
Timowie wir denken. And deshalb Sprache natürlich, wenn wir die Sprache ändern, auch unser Denken ändert. Und damit das Angebot, was wir einer anderen Person sprachlich unterbreiten können, sich verändert, aber auch den Input nach innen jetzt macht. Und der war der erste, zum Beispiel, wer sich noch ein bisschen daran erinnert: in Hay, this is also in America, I got this is by Washington, gab es damals die Friedensgespräche zwischen Yassi Arafat, der ehemalige PLO-Führer, und Ariel Charon, also der sozusagen der Vorgänger von Netanyahu. Und die haben ja 100.000 Jahre nicht miteinander gesprochen, da war ja alles komplett gestört. And Rosenberg hat dieses Meeting quasi herbeigeführt, weil er zwischen beiden vermittelt hat über GfK und hat sie dann auch miteinander in Gespräch gebracht. Die Gespräche waren im Endeffekt dann, weil die Kluft zu groß war, leider nicht erfolgreich. Aber er hat sie an einen Tisch gebracht. Und das fand ich damals echt erstaunlich, weil es kein Staatspräsident vorher hingekriegt hat. Und das zeigt ja, wie wichtig Sprache ist. Also das zeigt, wie wichtig. Und jetzt würde ich gerne in diesen kleinen Bogen schlagen, weil die GVK macht nämlich eins: die fragt das Gegenüber immer, wie es ihr geht, und macht damit ein Angebot. Also sie sagt nicht, oh, sei doch nicht so böse, sondern bist du aufgeregt oder bist du traurig oder bist du aufgebracht oder wie auch immer. Und damit bringt sie eigentlich den Gesprächspartner, lädt sie den Gesprächspartner ein, einen Bezug zu nehmen zum eigenen Gefühl und dieses Gefühl damit anzuerkennen. Und gleichzeitig ist es wie so ein Schritt auch nach innen. Wenn ich quasi das Gefühl des anderen verstehe, also nicht seinen Wut ausbruchen, was er rausputzt, sondern ah, der ist aufgeregt, der ist unsicher. Dann weiß ich ja auch, wie es der anderen Person gerade gehen könnte, and habe auch für mich ein ganz anderes Angebot darauf zu reagieren.
KatherinaYeah, that is schön, weil man auch davon ausgeht, dass natürlich Menschen die gleichen Bedürfnisse und die gleichen Gefühle have, and man dort die Gemeinsamkeiten auch findet anders aufeinander zugehen kann.
TimoAbsolut. Also ich wollte damit jetzt auch wirklich for all the unshörn, sagen: This is totally normal. Man muss sich bewusst machen that man these bedurfnisse had. Not that many would, sort of, had, while the wood just so overboard is, which man is viellecks not so good, but then comes, then she as soon. But unten drunter steckt ja was, therecan über etwas. And this über etwas ist ja ein Bedürfnis, hat mit Werten zu tun, hat vielen verschiedenen Dingen zu tun. And then can man and all this, was unten drunter an Bedürfnis steckt, ist immer normal. Und ist damit immer akzeptierbar. Und damit ist es nicht die Wut und nicht ich, sondern es ist der Weg, mit der Wut umzugehen, der verändert werden darf. Und nicht die Wut schlecht oder war ich schlecht.
SPEAKER_03Ja, genau, ja, absolut. Absolut.
KatherinaAlso, weil ich glaube tatsächlich, also das ist, wenn ich das heute erlebe, immer bei so, also vielen, vielen Kindern, glaube ich, die heute aufwachsen in Deutschland, da ist das wirklich so bewusst auch in der Erziehung, dass man die Wut zulässt bei den Kindern. Ich freue mich immer, wenn ich das irgendwie erlebe und da dazukomme und versuche das auch immer mit den Kindern so in meinem Umfeld da wirklich sehr zu fördern. Weil ich,
Bewegung Als Sicherer Ausdruck
Katherinaalso mich berührt das manchmal sogar sehr, dass die lernen, sozusagen mit ihrer Wut umzugehen oder da auch einen Zugang haben und der nicht so verschüttet wird über dieses, das darfst du nicht. Das ist wirklich ein großes Geschenk. Und ich glaube, das ist die beste Idee, dass man wirklich auch lernt, mit der Wut umzugehen für uns selbst und auch unsere Mitmenschen. Also vielleicht, das wollte ich vielleicht auch noch sagen, wenn man wirklich merkt, so vielleicht als Alltagstipp, wenn man wirklich zu lang gewartet hat und zu spät bemerkt, wie groß die Wut ist, macht es vielleicht dann auch Sinn, aus der Situation wirklich erstmal rauszugehen. Weil ich glaube auch, wenn jemand so stark aufgebracht ist oder wütet sozusagen, dann wird das Gespräch auch nie konstruktiv. Das ist, glaube ich, dann schlecht möglich. Also vielleicht dann lieber kurz warten, bis man wieder auf eine sachlichere Ebene kommt, wo es nicht so mit der Emotion aufgeladen ist, dass man vielleicht Dinge dann von da aus besser klärt, bevor man sich dann hin. und her, was um die Ohren schmeißt.
TimoIch würde das für alle Männer, eigentlich auch für Frauen, eigentlich für alle, würde ich das gern noch so sogar um etwas nicht ganz Gesellschaftsfähig erweitern, einfach was biologisch komplett Sinn macht. Also man muss sich immer überlegen, wo ist etwas, was uns in die Handlung bringt? Wirklich in die Handlung. Also ich rede auch von Zivilcourage oder so. Ich rede auch davon, handgreiflich hilfsbereit zu sein. Das klingt jetzt wahnsinnig böse, weil die Yogis hauen sich nicht. Natürlich wollen wir uns nicht hauen. Das ist immer die schlechteste von allen Lösungen, sich da irgendwie körperlich durchzusetzen. Aber es ist letzten Endes ein Antrieb, der uns immer in die Körperlichkeit bringt. Und deshalb produziert dieser Antrieb immer jede Menge Stresshormone. And deshalb ist es auch schlicht und ergreifend schlecht möglich, überflutet von Stresshormonen, sich dann wirklich komplett im Zaun zu halten. Weil dieses im Zaun halten, dieses Regulieren is wieder a form of underdrücking. Also this is so a bit like the schnellkochtop before it exploded. And deshalb is my personal umgang, when I aus the situation früh genuine, for all to eran that Wut hoch kommt, when I this not, the situation to verse. And B, when many more often is so situation. They are self. But they give it to you in a room to get a tier to make and loud to schreien. Oder this thing is wahns and you have a kiss and this kiss. And nature is that totally doof. But these neurotransmitter that in you are raised and you will instantly handlers. While quasi this impulse of boy, I must be good. I had for years a teilnear that controlled and I had iron to her, get it in a yoga teacher training. And I was we had this in the alternating for that I have a situation with Studio Tauschen, Umzug and Co. And then we're an old studio and draußen war ein Garden. It was a bit many of Frankfurt. Frankfurt had kind of banlieued and then so voting also in the garden and schry doch mal or so. Zappel dich mal raus. Never brauchstyle, geh doch mal richtig schreien, hört dich doch keiner, wir sind ja in der Pampa. And irgendwann wollte das nicht, hast du richtig gemerkt, da ist sie raus, da hat es ein Schry getan, I have gedacht, da wird jemand upgestochen. Ich habe gedacht, bitte hätte ich's nicht gesagt, gleich came the police so ungefähr. And then came the growth attack and then we were durch. Und dann war die wieder komplett ansprechbar anders in a, ich sag mal, in a form of spur auch wieder rational denken zu können. Und ich, wir sind ja da manchmal regelrecht blockiert.
SPEAKER_03Yeah.
TimoAnd insofern glaube ich darf das manchmal raus so marschieren. Man sollte. Man darf auch mal kontrolliert und unkontrolliert sein.
KatherinaUnbedingt, ja. Und das ist auch schön, weil ich finde auch gerade natürlich durch die Körperarbeit in den Teacher-Trainings nochmal verdichteter als in den normalen Kursen oder Sessions kommt natürlich auch eine Menge raus. Also ich sage das auch immer, man, es ist nicht immer so, dass man sich nach der Yogastunde ganz beseelt und harmonisch ausbalanciert fühlt, sondern es kann auch sein, dass erstmal dann eine Wut überhaupt erstmal sich zeigen kann oder dass wir einen Zugang dazu kriegen, dass die eigentlich unterdrückt ist und dann erstmal ja so richtig zum Tragen kommt auch.
TimoDeswegen Und ich glaube, es braucht einfach jeder. Es braucht einfach jeder. Also ich möchte eine Minigeschichte teilen, weil ich habe vor Jahren einen Retreat gegeben, unter anderem zum Thema Primäremotionen. Ein Tag war wirklich gut. Und ich habe auf einem Yoga-Retreat statt einer Yoga-Klasse am Morgen so eine Kickbox-Sequenz gemacht. Jetzt mögen mich alle für total bescheuert halten und denken, aha, so ist er also wirklich. Ich wusste doch immer, der fühlt übles im Schilde. Aber ich habe das ganz früher mal gemacht im Zuge meiner Vergangenheit, weil ich aus dem Sport komme und einfach jahrelang Kurse unterrichtet habe. Und da waren auch solche, damals gab es diese Thiba-Bewegung. Kennst du vielleicht noch, ne? Das habe ich halt auch unterrichtet in meiner Zeit. Und ich habe einfach gemerkt, wie fordernd this is physisch, aber auch wie gut man sich da und emotional abreagieren kann. Und ich habe das morgens gemacht und das Lustige war, dass eine der Damen, die da war, die Vorsitzende von Amnesty International hier ist. Und die hatte da überhaupt keinen Bock drauf. Und dann saß du wirklich so, naja, da ging so ein Fäustchen raus und noch ein Fäustchen. Ich habe die übelste Mucke aufgedreht, die ich finden konnte im Internet. Und irgendwann bekam sie offenkundig den Zugang. Und dann hat es Click gemacht und hat den Motto, ich darf das jetzt. Und dann ist sie dermaßen abgegangen. Und seitdem sagt die Machen wir mal wieder so eine Session. Also ich will damit nur sagen, das haben wir halt alle an Bord. Und ich glaube, das braucht manchmal einfach dieses Ventil der Erlaubnis, mal aufzumachen. Einfach mal aufzumachen. Ja, wir wären keine Menschen, hätten wir nicht auch einfach mal Zunder unter der Haube. Das ist einfach so.
KatherinaJa, ich finde das auch schön, weil ich finde das, wie ich eingangs auch schon ein schönes Beispiel bin.
TimoIch hoffe, dass Sie jetzt nicht komprimentieren, nicht, dass ihr den Podcast hört.
KatherinaJa, also das, ja, dass man das wirklich auch zu, also es bringt eine so netter war ich zu der Pfandverlung, dass es wirklich so eine unglaubliche Lebendigkeit auch sonst unterdrückt, wenn man die Wut unterdrückt. Also das ist diese Lebendigkeit auch zu spüren und danach, wie du sagst, ist ja auch wieder ruhig. Und ich habe auch gedacht, das ist eigentlich auch wie über die Gunas, ist es ja auch so, dass man immer sagt, man kommt über Rajas zu Sattva von Tamas aus und nicht direkt von Tamas zu Sattva, weil es braucht auch da sozusagen diesen Weg über die Aktivierung oder Handlung letzten Endes über eine Veränderung. Total. Da ist es auch so auf der Ebene. Und ich glaube, auch da ist immer diese Art von Aktivierungsenergie auch mit drin und ich denke diesen Zugang auch zu halten, zu finden.
TimoDu haust dir einmal die Stresshormone wirklich runter durch die körperliche Aktivität. Es ist wie im Yoga, wenn du gestresst vom Tag kommst, machst du am besten hast Yang und Dang. Aber auch die erfahrende Selbstwirksamkeit. Also das ist ja einfach für etwas einzustehen, das Wort zu erheben, seine Meinung kundzutun, hat ja was mit für etwas Einstehen zu tun, etwas mit Selbstwirksam sein. Und das wiederum macht ja ganz viel mit unserer Resilienz und mit unserem Selbstverständnis uns selbst gegenüber a, uns zu trauen, Dinge zu äußern und b, uns aber auch nicht immer in dieser Opferrolle und unterdrückt zu spüren. Und auch das schafft aus meiner Sicht einen besseren Zugang zum Thema Wut. Wenn du um deine Handlungsfähigkeit weißt, bist du sogar aus meiner Sicht länger in der Lage, ruhig zu bleiben, weil du um deine Handlungsfähigkeit weißt. Also wenn du Angst haben, musst du schwimmen die Fälle davon und musst dich quasi ohne zu wehrsetzen und kenntlich zeigen.
SPEAKER_03Ja, das stimmt.
KatherinaDann ja, wird es auch manchmal so eine pauschalisierte Wut gegen alles, wenn man aus der Opferrolle dann irgendwie überall, überall die ganze Welt macht einen wütend, weil man das Gefühl hat, man kann nichts ändern.
TimoFür mich war das so ein bisschen Wut nach außen, hast du also ich, ich weiß nicht, das war jetzt meine Interpretation. Ich glaube, dass wir mit der Wut nach außen so umgehen, ich möchte so sagen. Ich glaube, dass wir die Wut nach innen häufig destruktiver zulassen als nach außen.
SPEAKER_03Ja, das glaube ich auch.
TimoIch würde gerne mal ganz kurz auf den Punkt kommen. Du siehst das ähnlich, weil du nickst, hast du eben auch gesagt.
SPEAKER_03Ja, genau, sehe ich auch so.
TimoWie siehst denn nur den Umgang mit der Wut nach innen? Weil ich erlebe den wirklich häufig
Wenn Wut Sich Nach Innen Richtet
Timoals selbstverletzend, als selbst niedermachend und ich überlege, wie wir über uns sprechen. Ah, ich Depp, ich Idiot, ich kann ja gar nichts. Das würde ich ja über einen anderen Menschen nie sagen.
KatherinaJa, ist richtig. Ja, genau. Es ist immer so beides, ne? Also entweder es gibt, glaube ich, Leute, die, die das auch im Außen können, das sind aber wahrscheinlich selten die Leute, die im Yoga unterwegs sind, sondern.
TimoEs gibt doch Leute, die können es im Außen, im Innen nicht. Die gibt es auch nicht. Genau, ja, ja, genau. Die sind gerade auf der weltpolitischen Ebene ganz weit vorne. Ganz genau.
KatherinaDie sind weniger im Yoga unterwegs. Und ich glaube, ja, das glaube ich sehr, dass diese Wut nach innen gerade, also und im Yoga-Kontext vielleicht wirklich auch ganz oft ein, ja, sehr stark ist und wirklich auch destruktiv und erschreckend. Und auch da letzten Endes geht es immer um die, die Bewusstheit damit, oder? Was wäre der Weg daraus, dass man das wirklich einfach bemerkt und anfängt an, das ganz bewusst anders mit sich reden, mit sich selber zu reden innerlich, wirklich sich dann Stück für Stück da auch rausarbeitet.
TimoDas wäre vielleicht ein schöner Punkt, einfach nochmal das Thema Achtsamkeit zu übersetzen, weil ich glaube, dass viele mit dem Wörtchen Achtsamkeit, ich glaube, da könnte man Podcasts und Podcasts füllen, weil das so missverstanden ist.
SPEAKER_03Ja, das stimmt.
TimoAber in der Achtsamkeit geht es ja darum, sich dieser inneren Regungen Vorgängerbewusst zu werden. Also quasi die Frage zu stellen, wie kommt innere Output überhaupt zustande, um bevor Output Output ist, die Stillschrauben zu drehen. Das ist ja der Vorgang in der Achtsamkeit. Und ich glaube, da würde ich gerne an die Achtsamkeit erinnern, weil wir fühlen uns, glaube ich, häufig aufgefordert, achtsamer zu werden im Umgang mit anderen. Aber wir müssen aus meiner Sicht dringend mindestens oder genauso sehr daran arbeiten, den Umgang mit uns selbst zu überprüfen und uns immer wieder kritisch zu hinterfragen, war dieses Ich-Vollidiot, ich Depp, war das jetzt wirklich angemessen? Und auch das vielleicht mal rumzudrehen und zu sagen, okay, da ist also etwas nicht gelungen, was ich mir vorgenommen hatte. Da ist also ein Anspruch. Schön, dass das Anspruchsdenken da ist, das steht ja für etwas, das ist eine Wertekultur. Aber vielleicht kann man den Anspruch etwas realistischer gestalten und vielleicht kann man den Wert der Selbstentschuldung oder sowas ja auch ein bisschen mehr Raum geben, um zu sagen, okay, ich muss mich ja nicht gleich anklagen, wenn etwas nicht gelingt, weil das, was mir gelingt auf der Ebene der Handlung, hat ja nichts mit meiner Wertigkeit als Mensch zu tun. Und da ist ja auch so eine große Verwechslung. Und wenn wir das halt pflegen und unüberprüft lassen, dann richten wir die so oft, glaube ich, unerkannte Wut gegen uns selbst, das ist ja eine Form von Wut. Die richten wir unerkannt immer wieder gegen uns und das kann nicht gut tun.
KatherinaJa. Ja, absolut. Das geht wahrscheinlich wieder eng einher mit dem, was wir eingangs auch hatten, dass man wirklich sich selber auch erlaubt, die Wut da sein zu lassen, dass die einfach wirklich da sein darf. Oder? Das ist vielleicht auch nochmal so ein Einstieg, dass dieser zweite Pfeil, nicht immer dieser Ärger über die Wut, vielleicht auch in einem, also ich glaube, dass das tatsächlich auch, das ist tricky mit der Wut, weil ich glaube, dass auch sehr viele Leute, die sehr lange auch in einem spirituellen Kontext unterwegs sind, dass die sich durchaus sich nicht unbedingt immer so leicht tun mit dem Thema, weil das eben so differenziert auch ist, also speziell, finde ich. Also dass man wirklich das Dasein lassen kann, ohne sich selber dafür zu verurteilen und gleichzeitig wirklich das so ganz wirklich liebevoll in sich nutzt, um immer wieder zu gucken, wo zeigt es mir gerade, wo für mich irgendwas nicht passt. Das ist ja auch ein tiefer und tiefer und tiefer graben und letzten Endes landet man vielleicht so bei seinen Werten oder wirklich auch einfach dem, was einem wichtig ist im Leben.
TimoIch glaube, wenn die Leute da sind, was du gerade meinst, ist schon viel gewonnen. Das heißt ja, dass Menschen dann schon überhaupt erkennen, dass es Wut gegen sie selbst ist. Ich glaube, dass das viele nicht erkennen. Also dass dieses ah, ich blöd man, dass das irgendwie nicht erkannt wird von unserem Geist, dass es Wut ist, die wir gegen uns selbst richten.
SPEAKER_03Yeah, verstehe.
TimoAlso ich glaube wirklich, dass das häufig, das ist halt so. Das ist ja nicht destruktiv.
KatherinaJa.
TimoKlar ist es destruktiv, volle Kalotte.
KatherinaTotal, ja. Also ich habe so gedacht, dass es vielleicht auch tatsächlich fast auch was Perfektionismus oft macht, ne? Das erlebe ich ganz oft auch in den, auch in den Teacher-Trainings viel, weil, also ich bin, ich weiß, ich habe auch schon viel darüber nachgedacht. Ich weiß nicht, entweder bin ich gesegnet, dass ich das in mir irgendwie, ich habe große Erlauber und bin nicht so streng mit mir. Also ich habe immer einen hohen Anspruch im Sinne von, ich möchte was Gutes rausgeben, aber ich hau da nicht auf mich innerlich drauf, weil ich denke, hey, ich habe das Beste gegeben und wer war heute einfach auch nicht drin. Also manchmal geht es halt wunderbar, manchmal denkt man sich, okay, ja, hätte ich jetzt mir ein bisschen anders gewünscht, war es aber nicht. Also dass man sich da mit sich selber wirklich auch empathisch ist und versucht, also ja, leicht gesagt auch, ne, also diesen Perfektionismus und diese ganze Selbstoptimierung, dass man das auch wirklich gut bekuckt.
TimoIch kriege bei diesem Wort Selbstoptimierung manchmal wirklich so ein bisschen Stresspegel, muss ich ganz ehrlich sagen. Das ist schlimm, ja, ja. Also ich meine natürlich, man kann viele Dinge optimieren, aber sich selbst, ich glaube, da verwechselt man wieder die Ebene der Handlung mit der Wertigkeit wirklich als Persona.
SPEAKER_01Ja, absolut.
TimoAber ich erlebe leider diese Polarität in dieser Yogaszene, wenn es die denn gibt, also in dieser auf Social Media wahrnehmbaren Yoga-Bubble, den sehe ich schon, sagt mir bitte nicht als ZuhörerInnen und die Böse, aber es ist einfach mal ein subjektives Erleben. Mir ist es häufig, wirklich häufig, muss ich ganz ehrlich sagen, viel zu polar. Also entweder es ertrinkt in dieser Blase aus alles ist gut und
Perfektionismus Und Social-Media-Druck
Timodu bist perfekt. Natürlich sind wir letzten Endes als Menschen perfekt, wie wir sind. But that impliziert halt manchmal, dass wir so sein dürften, wie wir wollen, and müssten uns um nichts kümmern, and that is not so. We live in a social and it's gonna be a context where we mite this with the gemeinsome clapped. And the alternatives, the spiritual and philosophical, there is the Sangha mehr and wichtiger as the einzelne. And the polare extrem is halt this hör schneller weiter. Du musst halt selbst optimiert sein, du musst alles können, du musst irgendwie, also wenn ich mir überlege, was wir alles können und sein müssen, da reichen ja meine 24 Stunden Tageszeit gar nicht. Und da habe ich den Schlaf schon ausgeklammert.
SPEAKER_01Ja, ist richtig.
TimoUnd insofern glaube ich, für mich ist es immer eine anspruchsvolle Anspruchslosigkeit. Also wirklich genau das, was du gerade sagtest, das reinzugeben, was du gerade in der Lage bist zu geben, jetzt auch ohne in das totale Erschöpfungssyndrom zu geraten anders und vielleicht aber auch zu sagen, okay, wenn du das heute nicht leisten kannst, dann machst du es morgen. Und wenn du heute leisten kannst, dann machst du dann also so zwischen zwischen Faulheit und Weggucken und Lethargie und totaler Überanspruchung und das ist wirklich ein Spagat, der ist auch anspruchsvoll.
KatherinaDer ist anspruchsvoll, ja. Und auch wie du sagst, ich finde, das ist auch nicht weniger anspruchsvoll geworden, weil ja durch diese ganze Digitalisierung ist ja wirklich, man kann ja quasi wirklich 24-7 rund um die Ohr irgendwo auf der Welt irgendein super spannendes Seminar zu irgendeinem Thema machen oder da nochmal und da nochmal.
TimoJa, bei mir läuft neben dem Podcast gerade eine Weiterbildung.
unknownGenau.
KatherinaIrgendwie ist er noch gleichzeitig.
TimoIch gucke immer so in einem Auge hin. Und links mache ich noch einen Zoom-Call.
KatherinaAlso ich glaube, es ist nicht einfacher geworden mit dem Thema.
TimoDas ist wirklich krass. Also ich habe gerade gestern Unterredung gehabt, über diese, ich weiß, man braucht das. Jetzt oute ich mich komplett. Ich oute mich wirklich komplett. Aber ich persönlich, das ist meine zutiefst ehrliche Meinung, finde diese Social Media Kanäle wie Instagram, TikTok, wo wir gar nicht drüber reden und Facebook, absolut Banane. Vollkommen Banane. Und ich halte mich persönlich dort nicht auf. Natürlich pflege ich das, um etwas reinzugeben. Und ich mache, das mag man mir jetzt glauben oder nicht, 90% des Outputs zusammen mal 80% mache ich, weil ich das Gefühl habe, komm, gib irgendwann ein System rein, vielleicht kann irgendjemand damit was anfangen. Natürlich ist das immer mit irgendeiner Form von, guck mal, da ist ein Seminar oder häufig damit verbunden, das ist so. Das machen alle. Und das mache ich auch, weil sonst einfach dieses Riesenstudio auch gar nicht läuft.
SPEAKER_03Ja, ja, klar.
TimoDas ist aber nicht meine primäre Motivation. But this kanal selbst, ich kann dem schlicht angreifen gar nicht abverlangen. Weil wenn du da rein guckst, du hast immer das Gefühl, ungenügend zu sein. Also du wirst immer mit jemandem confrontiert, der es zehnmal schöner anderes anders anders. And there are a tip and you must here and the hand and the feet and the nose and the eyes and in and out. Also it stressed this and I have that I think it does not good. Also I think this is a banana, not a banana. And gleichzeitig muss man and that's kostet also that dual sagest war so 24-7.
KatherinaGanz bei dir. Ich habe auch gedacht hättest du mich eingangs gefragt, was mich wirklich manchmal richtig wütend macht, hätte ich wahrscheinlich vielleicht sogar gesagt, Instagram.
TimoWas mach ich denn? Jetzt wird nicht mal zahlen, Katharina.
KatherinaNur wenn du letztens auch das schon reingesprochen, weil ich finde, dieser Anspruch, weil wie du sagst, wir sind, wir haben beide ein Studio, wir haben beide eine Ausbildung auch und so weiter und natürlich gehört es irgendwie dazu, dass man das macht. Finde ich auch gut. Und ja, und gleichzeitig merke ich so, wenn ich denke, okay, ich habe jetzt tatsächlich, die Leute haben eine Aufmerksamkeitsspanne von drei bis fünf Sekunden, in denen muss ich irgendwas Schlaues sagen, möglichst noch mit ein bisschen Witz, so wie es möglichst noch niemand anders gesagt hat, um irgendwie da einen Beitrag reinzubringen. Also ich liebe dieses Podcast-Format, weil die Tiefgründigkeit, meine Danke, ist schön, es rut mich. Ja, wirklich.
TimoIch mag auf YouTube, muss ich dazu sagen. Es gibt ganz tolle Sachen. Es gibt bestimmt auch tolle Sachen auf Instagram, will ich gar nicht mitreden.
KatherinaIch habe zum Beispiel auch viel so Zitate-Seiten und so. Das finde ich total inspirierend, das liebe ich. Und ich finde es auch ein großer Unterschied, wie man es macht. Aber was mich nervt, ist, dass man es machen muss. Und das ist, oder ja, letzten Endes ein Stück weit schon, finde ich so. Und also im Studiokontext und dann braucht es irgendwie Zeit und es ist nicht der Kanal, wo ich das Gefühl habe, ich kann da wirklich, was mir am Herzen liegt, in der Tiefkundigkeit irgendwie reinstupsen. So ist es immer ein bisschen, ja, was tut man da jetzt?
TimoVielleicht so ein bisschen als kleine Nichtrechtfertigung. Ich will es gar nicht rechtfertigen, es ist, wie es ist. Es ist einfach wie es ist. Ich habe diese Meinung. Aber die baut ja auch auf etwas auf. Also wenn ich zum Beispiel sehe, es gibt auf Instagram, jetzt werden einige sagen, es ist überhaupt nicht neu, aber für mich ist das irgendwie neu, ein neuer Trend oder scheint ein neuer Trend zu sein. Dürft mich gerne berichtigen und korrigieren. Das sogenannte Influence, That soll wahrscheinlich so ein bisschen the idea give that man am privatle dieser Person teilnimmt. Aber ich finde das der Massendebbard. Also ich stelle mich jetzt, ich habe schon überlegt, ich stelle mich jetzt morgen hin beim Zähneputzen, man versteht mich dann nicht so gut. Oder wenn ich mir das Gesicht ancreme or die Kopfhaare rasier oder sowas, oder die Ohren putze und dann mache ich dann irgendwie Philosophie Smalltalk. Ich finde, das widerstrebt das so ein bisschen. Ich mag das einfach, ne? Das will nicht so an mich ran. Das ist nicht so meins.
KatherinaMuss glaube ich ja zum Glück auch nicht alles mitmachen. Ich bin einfach zu alt. Ja, Talente sind jetzt alt. Also ich glaube, ja, ist schon, wie man es nutzt und so weiter, keine Frage, aber ja. Ist nicht gerade, was diesen Umgang auch mit sich selbst im Sinne von raus aus dem Perfektionismus, raus aus der inneren Selbstverurteilung oder wie auch immer man das dann nennen mag, ist, glaube ich, nicht gerade förderlich, sich auf Instagram zu bewegen, all dies Genurmte und Geschönte. Es gab ja auch eine Zeit mal, wo Leute irgendwie da auch sich selber gezeigt haben, wie sie weinen und total irgendwie verheult aussehen, aber es will auch einfach keiner sehen bei Instagram. Also diesen Gegentrend hat man ja versucht zu machen.
TimoDas habe ich gar nicht mitbekommen, das hätte ich jetzt gar nicht so schlimm gefunden, solange es nicht inszeniert ist.
KatherinaJa, genau.
TimoIch finde das alles inszeniert ein bisschen schwierig. Aber ich glaube, jetzt sind wir fast schon ein bisschen vom Thema abgekommen. Wir waren ja beim Thema Wut. Wir hatten die Wut so ein bisschen außen, ein bisschen nach innen. Ich glaube, ich weiß nicht, wie euch das zu Hause geht, wenn ihr zuhört oder wo auch immer ihr gerade seid, ob ihr das auch so erlebt, dass man Wut leichter nach innen richtet als nach außen. Das würde mich auf jeden Fall zur Frage bringen, wie gehen wir denn mit Wut um? Also welche Möglichkeiten haben wir denn? Reden wir jetzt mal von Menschen, die nicht ganz so super Achtsamkeitsgeschult sind und die noch häufiger in
Atem-, Körperfokus Und Deeskalation
Timodiesen Schäum-Modus kommen. Also wo es dieser Schaum vom Mund bildet. Also wo es einfach zu viel ist. Was haben wir denn für Möglichkeiten, wenn wir merken, boah, die Wut ist gerade da, was können wir machen? Was machst denn du? Oder empfiehlst du, was hat der Yoga?
KatherinaAlso auf jeden Fall wahrscheinlich erstmal einen kleinen Moment. Also beziehungsweise zwei Sachen vielleicht. Also entweder wenn es irgendwie gerade geht, wie du sagst, ne, ausagieren über Bewegung oder mal schreien. Das könnte super.
TimoDu setzt nur voraus, vorher aus der Situation rauszugehen, ne? Sonst schreist du dann gegenüber an.
KatherinaJa, also genau, nicht das Gegenüber anschreien, sondern wie deine Teilnehmerin und Trittin. Ja, genau. Genau, also wenn das die Möglichkeit ist, vielleicht. Über Bewegung. Und ansonsten finde ich es immer gut, wirklich noch, also tatsächlich trotzdem innezuhalten und mal kurz zu spüren oder auch bewusst zu schauen, was ist da jetzt überhaupt erstmal gerade los, bevor die Reaktion kommt.
TimoExakt, genau. Also das ist ja denkungsgleich. Also ich empfinde es genauso aus der Situation raus, wenn es möglich ist. Und dann wirklich nicht die Frage, also ich glaube, das Schlimmste, was die Wut aufrechterhält, ist die Situation selbst, klar. Und das Denken darüber nach. Weil das Nachdenken darüber, also dieses Bewerten da, das löst ja diese Kette von assoziativen Gedanken, die wiederum die Wut vergrößern, auf. Das heißt, wir können ja so ein bisschen lenken, wo die Aufmerksamkeit hingeht. Du hast es ja eben eigentlich schon gesagt, ne? Gucken, was ist gerade da? Also wenn ich die Situation verlasse und statt mich abzulenken, wirklich zu gucken, okay, mal tief einappen, ausappen, Wut hat auch ein Atemmuster, sehr einatembeton, brustig. Also könnte ich mal ruhig tief einappen, langsam aushappen, noch langsamer einappen, kurz anhalten. Dann geht's schon mal ein Stück. Then come out of diesem Atemmuster raus, dieses. Dann ist schon mal eins weg. And then, when it's a bit in the mimic entspan, weil the mimic held. Also, this way, when I this git mal locker laser, then the reason in my mimic musculature off, or lockern, this emotion halt. Also, spray there is the craft race, so there's the spanning rause. And then, what you eat hast, really guarantee, what is it? And then we are unsinnen, concentration. That's the wood, each emotion has been a körperlichkeit. We spread from the I have a Hals, dicken Hals, or a Krawatte, mirror the Khan. Also, Wut ist häufig im Hals, weil sie auch dieses, ich will was sagen. Wood is immer im Bauch. We say there has Wut im Bauch. And the Bauch is immer fest per Wut, immer. Also könnte ich schon mal gucken, wo spüre ich mich körperlich. And in that moment, where I this erle körperlich, mache ich ja eigentlich schon das, was die Emotion von mir möchte. And this is for me so a wesent point. The emotion, emotion, also, was quasi automatisch comes, an emotion, is jail the either measure to say, Alter, hör mir mal zu, ich hab dir was to sagen. Auf einer sehr basalen Ebene. And damit ist ja ein Teil der Emotion, nämlich Bedürfnis zu äußern, and äußerung findet Gehör, wird anerkannt, is ja in dem Moment schon erfüllt. Das heißt, dass ein weiteres Aufbauschen der Wut in dem Moment höchstwahrscheinlich ausbleibt. And when ich mich jetzt einen Moment konzentriere und gucke, okay, worum geht's? Was war? Was ist überhaupt? Und was dichte ich vielleicht dazu? Woran fühle ich mich gerade erinnert? Ah, alte Geschichten haben gar nichts damit zu tun. Was befürchte ich schon? Ist es schon? Nee, ist gar nicht. Wenn ich so eine Aufzähle, was ist denn gerade, dann würde ich eigentlich relativ schnell in der Regel wieder handlungsbereit. And then könnte man, wenn man jetzt so ins Mitgefühl gehen and gucken, okay, what is meant? What brauche ich, um bedürfnisse, anders eventuell the other brauchen? Can I from me? And then it's an issue. When I just have one fehler, I do not know that my Gartner, my game, has the gleich innere move gemacht and quasi neu gesprächsbereit, calmiert zurück in the situation and erwarten, der andere möge genauso entspannt sein. Dann werde ich natürlich enttäuscht, weil ich mir selbst schon was vorgestellt habe, was sein müsse, and gehe wieder nah, wenn du nicht willst, dann aber jetzt richtig. Dann kommt Schwap das so zurück. Aber ich glaube, das funktioniert der Strategie ganz gut in der Regel. Bei mir zumindest.
KatherinaJa, super, superschön, was du gesagt hast. Und dem geht auch wirklich ja voraus. Das ist vielleicht auch nochmal so eine ganz wertvolle, allgemeine Empfehlung, dass man wirklich sich ganz bewusst hält, dass einfach jeder Mensch anders tickt, eine andere Erlebenswelt hat. Und in dem Moment, wie du auch gesagt hast, ne, also es ist ja selten so, es ist ja meistens wirklich was ganz Altes, was angeht. In irgendeiner Situation, die meistens fast, manchmal sogar fast nichts damit zu tun hat in irgendeiner Weise, sondern einen nur erinnert. Und dass man sich das bewusst hält und auch in so einem liebevollen Draufgucken irgendwie, finde ich. Also gerade bei Menschen, so im privaten Kontext, Menschen, die man wirklich liebt, ist das ja auch dann leicht, man kennt sie ja.
unknownViel schwerer.
KatherinaFindest du extra schwer? Ich habe dann immer das Gefühl, ich überborde dann mit meiner Liebe und denke, hey, ich weiß jetzt, glaube ich, gerade, woher das kommt. Und irgendwie kann ich es dann besser nehmen und weiß, es hat mit dem Welt gar nichts zu tun mit dem Gott.
TimoAber du fühlst dich ja, du bist ja schneller verletzt, oder?
KatherinaDas stimmt, ja. Das meine ich. Also, je näher.
TimoGenau. Also ich kenne zum Beispiel meiner Frau, meiner Frau und ich, also wir führen wirklich eine sehr, sehr intakte Ehe. Wir haben im Moment ein bisschen das Problem, zu viel Getrenntheit örtlich, durch Italien und Deutschland. Aber wir sind eigentlich so ein Koupel, was dauernd miteinander rumhängt. Von Beginn an. Und wir sind uns sehr vertraut, aber wir bauen natürlich auch sehr auf den anderen. Also sehr in unserer buddhistischen, tief gegründeten
Trigger In Nahen Beziehungen
TimoWeisheit, da sind wir voll abhängig von dem anderen jemals. Also das Gegenteil dessen, was uns der Jugendlehrer wegliert. Ist einfach so. Das ist einfach auch Teil dieser Beziehung. Und ich kenne das, weil du gerade sagt, das alte Dinge. Ich musste wirklich in der Beziehung zu meiner Frau, weil wir uns so sehr nahe stehen, wirklich lernen. Ich bin ein Typ, der immer über alles reden muss. Also ich kann zum Beispiel nicht to bed gehen, ohne dass Dinge geklärt sind. Oder wenn Streit, ich brauche dann dieses, ich muss dann drüber reden. Das muss dann so. Sie ist da anders. And the erste was, what I learned muster is, mal a moment, ich sag mal, a moment auch nicht on the world. And to know that my old angst, this music, I've been hold as a kid in the school permanently mobbed, yeah. And I have echt. And that is by me this thing anerking. And these things are so urgent, it's not my thing, but it is in my coffee there. And this thing is in my Kopf so schnell get triggers, that I really permanent this draufsicht, die ich gerade meinte, nutzen muss und zu gucken, okay, ruhig wahl, was ist. And then merke ich immer wieder these alten Dinge, die sind halt mit. They can't raise filtern, that's good. But I brauch dazu my Kopf. Ich brauch wirklich diesen Geist, der wirklich sagt, guck mal, schon wieder da, krass. Wird mich bis zum 85 Leben begleiten. And then muss ich aber damit aushalten und dann muss ich wieder the guest named. We had a situation, which he has less had than. Just my bed, that must have warten. Wohlwissend, we have always okay. Wohlwissant, the other hatch, they braucht erstmal Ruhe.
SPEAKER_03Abstand.
TimoAnd that's weird. It's not a Lernprocess. Deshalb möchte ich natürlich für alle auch noch so ein bisschen, wenn wir mit unser Wut umgehen lernen wollen, müssen wir natürlich nicht nur das eigene Bedürfnis anerkennen, sondern auch das zumindest vermutete Bedürfnis des anderen. Und wenn die nicht beide halbwegs Befriedung finden, dann wäre es natürlich sehr, sehr selbstsüchtig, nur aus der eigenen Perspektive immer, nur weil ich jetzt weiß, was ich will, jetzt weiß ich. Ich will doch nur Nähe. Damit dann zu früh ums Eck zu kommen, wenn es der andere vielleicht nicht braucht. Oder umgekehrt.
KatherinaJa. Das ist voll schön, voll lustig, dass du das sagst, wir haben das auch nur umgedreht. Ich kenne das sehr gut. Und gleichzeitig, was ich auch sagen wollte, was auch schön ist, also gerade so in intakten Beziehungen oder auch mit Freunden, glaube ich, geht das auch, was ich total liebe, ist dieses empathische Zuhören. Ich weiß nicht, ob, also das, das finde ich wohlwissend auch in aller Reflektiertheit, finde ich zu sagen, ich bin jetzt wütend und ich will es jetzt ganz kurz mal jemand erzählen, ohne dass der andere da reinpusht. Nur, dass man sozusagen wirklich gegenüber hat, was die Wut da sein lassen kann. So, das ist was, was mir auch total hilft. In dem Moment ist die bei mir dann total weg. Ich habe die dann einfach einmal erzählt, auch tatsächlich. Und ich konnte das einmal ausagieren, was mich daran so wütend macht. Also jetzt gar nicht irgendwie komisch, sondern ganz vielleicht auch gerade so manchmal Kontext Selbstständigkeit oder so ganz sachlich sortiert, aber eben aus einer Wutemotion. Und dann ist es einmal geäußert. Also das hilft mir persönlich auch immer wirklich fast drüber lachen.
TimoJa, in dem Moment, wo du drüber sprichst, merkst du schon, dass du auch häufig ganz viele Dinge, also mir geht es zumindest so, möchte ich dir nicht in den Mund legen, aber dass ich ganz häufig dann Dinge auch dazu erzähle, die zwar in meinem Fundus sind, aber nicht in der Situation waren, da merke ich schon selbst, krass, was erzählst du eigentlich gerade. Das hat ja gar nichts mit der Situation zu tun. Und das ist aber auch die Selbstreflexion, die man selbst machen kann. Das ist wirklich lustig.
KatherinaAber zu zweit ist es manchmal auch schön.
TimoJa, und ich finde, ich würde noch gerne so ein abschließendes sagen aus meiner Sicht, was ich ganz wichtig finde. Ich finde das Wiederentdecken der Streitbarkeit ganz wichtig. Weil ich finde, dass wir im Moment, und das hat auch ein bisschen was mit Wut zu tun, ich habe dich zum Beispiel vorhin gefragt, was macht dich wütend? Mich macht es zum Beispiel total wütend, wenn ich so merke, dass Leute so über was drüber bügeln. Also so eine Form von Ungerechtigkeit empfinde ich dann, dass man aneinander halt nicht zuhört, dass alles in so Schablonen gepresst wird. Ah, du bist nicht dafür, dann bist du gegen mich.
Konflikte Ohne Gewalt Neu Lernen
TimoAnd ich glaube, dass man, wenn man Streitbarkeit wieder kultiviert, ohne sich zu klocken verbal. Also when man andere Meinungen anders in Meinung anders in all other areas anerkenned, und zwar nicht nur from Papier, sondern wirklich damit aushält, dass we unglaublich wachsen. And that we then in unserer Empfindlichkeit, wenn man was nicht so läuft, auch wieder ein bisschen entspannen. Ich sehe das immer in Kindern. Ich empfinde häufig Erwachsene als viel, viel, viel, viel enger and empfindlicher als Kinder. Weil Kinder sind nicht so arg geprägt. Da hat halt ein anderer Meinung, ja, so ist es, da wird man kurz gestritten, aber dann ist auch wieder gut. Oder der andere darf einfach so sein. Und bei uns Erwachsenen, wir haben immer so Schablonen im Kopf von so ist und so darf nicht. Und ich glaube, dass wir da viel zu eng manchmal sind und viel zu sehr einrosten, weil wir den Streit schlicht und ergreifend und nicht üben. Und ich glaube, wenn wir den Streit in einem sinnvollen Maße oder in einem sinnvollen, auf einer sinnvollen Art nicht üben oder nicht mehr üben oder nicht genügend üben, dass wir dann viel zu schnell unsere Wut geraten. Weil wir keinen Zugang zu unseren Argumenten, keinen Zugang zu unserer Logik, keinen Zugang auch zu unserer Elastizität emotional gesehen und auch zum Thema Wut ist halt da und unseren Bedürfnissen üben. Also wir müssen uns schlicht und greifend darin üben, finde ich.
SPEAKER_03Ja, ja, absolut.
KatherinaDas glaube ich auch. Großer Übungsweg. Und vor allem, wenn, wenn man es, ich finde auch, wenn man es als Kind auch wirklich nicht so gelernt hat oder auch nicht so gute vielleicht auch manchmal vielleicht Vorbilder hatte für einen guten Umgang mit Wut, dann ist es nochmal umso anspruchsvoller vielleicht, aber umso wichtiger, weil dass sich die weder so wirklich gegen uns richtet im Unterdrücken und wir krank werden, oder im Außen wir nicht in der Lage sind, erfüllende Beziehungen zu führen, bis hin zu vielleicht wirklich auch, wenn das dann in sogar noch einen ganz schwierigen Bereich rutscht, dass man sozusagen dann irgendwann so überrannt wird, dass man das körperlich ausagiert oder sowas. Also ich glaube, dass auch ganz viel, ja, wo so schlimme Verletzungen passieren oder auch Gewalt passiert, ist es auch einfach ein nicht gelernter Umgang mit Wut, glaube ich, letzten Endes, was dann so eine, oder man ist so übermannt oder so überwältigt von dieser Emotion, dass man es nicht ansteuern kann, irgendwie in einer irgendeiner Form von Bewusstsein.
TimoAber umso wichtiger, weil wir haben ja mal seit Covid diese ganzen sehr echt erschütternden Statistiken über Gewalt in Beziehungen, Gewalt an Frauen. Es ist halt meistens an Frauen, weil die Männer in der Regel physisch stärker sind. Mehr Kraft und häufig eine kürzere Zündsnur besitzen. Also Männer können zum Beispiel schlechter Cortisola bauen.
SPEAKER_03Ah, deswegen, okay.
TimoNaja, es ist nicht nur deswegen, ne? Es ist vielleicht auch ein bisschen, haben wir vielleicht ein bisschen weniger gelernt. Die Männer sind ja schon auch anders sozialisiert manchmal.
SPEAKER_03Ja, ja, klar.
TimoAber umso mehr diesen sinnvollen Umgang, diesen kanalisieren könnenenden Umgang mit Wut zu lernen. Weil wenn wir uns das natürlich erlauben, auszurasten, haben wir was falsch verstanden. Und wenn wir Wut erlauben, in frühen Stadien da zu sein, um kanalisiert zu werden, um einen sinnvollen Umgang zu finden, dann wird es ja niemals zu eskalieren. Aber dieses eskalierende, das ist ein echtes Thema gerade. Das ist schwierig. Wahrscheinlich war es schon immer so, vielleicht nur mittlerweile besser dokumentiert. Ich finde es schon echt krass. Wirklich krass, wenn ich mir Statistiken angucke. Gewalt in der Ehe oder buh, da wird mir echt schlecht. Gewalt gegen Kinder, da wird mir wirklich übel.
SPEAKER_03Ganz, ganz schlimm.
TimoAnders Thema.
SPEAKER_03Ja, ja, wirklich.
TimoKatharina, wir sind schon wieder über eine Stunde. Was meinst du? Haben wir die wichtigsten Punkte?
KatherinaIch glaube ja, oder? Ich hoffe, wir konnten auch ganz viel so Alltagsempfehlungen mit rausgeben und auch so ein bisschen die Hinterkunde beleuchten. Ich hoffe auch, wir konnten irgendwie ein gutes Plädoyer machen für Wut darf da sein. Und auch wenn man Yoga übt oder Yoga unterrichtet, ist Wut nichts,
Erkenntnisse Und Themenwünsche Der Hörer:innen
Katherinawas man irgendwie unbedingt ganz schnell wegkriegen sollte oder nicht haben sollte, sondern was man wirklich, ja, also es geht nicht darum, dass Wut nicht da sein darf, sondern wie wir damit umgehen.
TimoAbsolut. Ich glaube sogar, um abschließend was für alle Lehrende zu sagen, ich glaube sogar, das darf man durchaus thematisieren. Also mal eine Stunde zum Thema, guck mal, ich war gerade selber, ich habe gerade Wut in mir aufkommen und gemerkt, ich kann das nicht ganz abschalten, es wird Teil von mir bleiben, aber ich gehe da so und so mit um, lass uns mal ausprobieren. Dass es viel einladender sein kann, viel großzügiger und viel ehrlicher, als wenn wir da immer einer holy machen. Obwohl ich glaube, das machen die wenigsten.
KatherinaJa. Ja, nee, glaube ich auch. Ich denke, das ist mittlerweile viel passiert. Und ich habe so an diese Anfangsjahre gedacht, da war das irgendwie so viel anders überrascht.
TimoDas habe ich auch anders empfunden damals.
KatherinaDas ist ja auch so. Ja, genau. Ich habe gedacht, ist das nur subjektiv? Ja, okay. Ja, spannend. Nee, ich denke, das ist gut. Also wir sind da gut unterwegs, auch in der Yoga-Welt.
TimoDann hoffe ich, dass es dir Spaß gemacht hat. Mir hat Spaß gemacht. Dass es euch zum Zuhören Spaß gemacht hat. Und wie immer der ganz ehrlich gemeinte Appell, wenn ihr Wünsche um Themen habt, bitte sagt Bescheid. Weil uns fallen im Moment ab und zu gute Themen ein, aber es ist nicht immer so. Und gerne mal Themen. Also ich freue mich, wenn Themenvorschläge kommen. In diesem Sinne, ein Dankeschön von mir an dich und an alle, die zugehört haben. Bis zum nächsten Mal.
KatherinaJa, Dankeschön, Timo, und Dankeschön an euch von mir auch. Bis zum nächsten Mal.